Sogar die legendären SMEGMA teilen sich mit KOMMISSAR HJULER UND FRAU eine Scheibe Vinyl als wär‘s Brot. Das in Portland aktive Kollektiv, schon in den 70ern Teil der Los Angeles Free Music Society und auch heute als Ju Suk Reet Meate, Oblivia, Wiese, Cody etc. noch so anonym und kultig wie The Residents, Caroliner Rainbow oder die Sun City Girls, liefert für The Good Fight/Blues for M./Self-Hypnosis / bred you get (DVR-HGA2, Split-LP) pure Weirdness, mit Worten nicht annähernd zu beschreiben. Eine zermulmte, zerlaufene Klangwelt aus Noise unbekannter Herkunft, verstümmelten, schlierigen Samples, gedehnten Stimmen, Strings, Flöten, aber so wie etwas, das von Überreichweiten am Milchstraßenrand ausgekippt oder von der Katze zerkaut und liegen gelassen wurde. Der Kommissar & Mama Bär finden auch hier eine adäquate Antwort mit Low-Fi-Freakness. Die Mama singt lauthals zu plonkender Gitarre, beides nahezu überrauscht vom Lärmpegel. Nothing I can do, klagt sie und emaniert ! gleich noch eine Doppelgängerin, die mit ihr im Duett singt, immer wieder übersteuert und verzerrt und als Echo kaskadierend. Dazu schrappt ein repetitiver Groove wie der Geist von Bo Diddley. Die Stimme kippt über in schrilles Kirren, überschlägt sich in Loops. Nur aus Erschöpfung fällt nach 17 Min. der Vorhang. Hjuler und Frau, groß wie Brot!
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